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Bonn wächst weiter an seine Grenzen

gelesen im GA-Artikel, 18.1.2012, Seite 13

„Bonn wächst an seine Grenzen“ von Martin Ochmann

Mein Kommentar zu diesem Artikel:

In diesem Artikel wird eine besondere Dynamik beschrieben, zudem die Knappheit von Wohnraum, sowie das Resultat aus diesen Effekten, ein hohen Preisniveau. Betrachtet man den angenommenen Bevölkerungszuwachs auf 353.000 Einwohner in 2030 klingt das gegenüber 324.000 in 2010 recht viel. Die Dynamik beträgt aber nur  absolut durchschnittlich p.a.  1.400 Einwohner bzw. 0,43 %. In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass bundesdurchschnittlich und das dürfte auch für Bonn gelten, die Anzahlt der Haushalte ansteigt. Zudem scheint sich nach meiner persönlichen Beobachtung der Wohnraumbedarf je Familie zu steigen. Aus dem Gesamtbild dieser Faktoren lässt sich die Verknappung von Wohnraum ableiten.

Die im Artikel beschrieben Entwicklung der Mieten von durchschnittlich 7,00 €/m² von 2009 auf 7,40€/m² in 2010 als 5,7 %. bzw. 2,85 % p.a. . Hierzu ist jedoch auch anzumerken, dass in gewissen Stadtgebieten durchaus Mietpreissteigerungen von 4-5 % in einem Jahr gemessen wurden. Außerdem ist zu sagen, dass die Mieten bundesdurchschnittlich in den letzten Jahren um nur 1,1% gewachsen sind (Quelle: Sprengnetter Martkdaten/Praxishilfen, Kap. 4.09.3/8), damit liegt die durchschnittliche Dynamik in Bonn fast doppelt so stark wir im Bundesdurchschnitt.

Verschärft wird die Marktsituation zusätzlich durch den nicht unerheblichen Bevölkerungszuwachs im Rhein-Sieg-Kreis, der das Stadtgebiet Bonn einschließt. In vielen Bereichen ist das Verkehrsaufkommen während den Rush-Hour-Zeiten morgens und nachmittags derart groß, dass sich die Anlieger massiv beschweren und die Grundstückspreise an den betroffenen Strecken, eher rückläufig entwickeln dürften.

Hier ist aus meiner Sicht die Politik gefragt, z.B. über intelligente Verkehrsleitsysteme zu steuern. Auch die Konzerne in Bonn könnten Einfluss nehmen, und z.B. eigene Shuttlebusse einführen, die zu bestimmten Zeiten, die größeren Wohngebiete in der Umgebung anfahren.