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4500 Wohnungen fehlen in Bonn bis 2017

„Wenn der Wohnungsbau nicht deutlich zulegt, klafft eine enorme Lücke. Dann werden bezahlbare Wohnungen zur Mangelware“, wird Matthias Günther, Leiter des Instituts für Systemforschung in Hannover in einem Artikel des Bonner General-Anzeigers (14.06.2912) zitiert.

Günther spricht von der „größten Bausünde“ und von der „fehlenden Attraktivität“ Mietwohnungen zu bauen.

In den letzten 10 Jahren wurde der Bestand lediglich um 0,55 % /Jahr erhöht.

Weiterhin ist die „Substanz veraltet“, rd. 56 % der Wohnungen sind 40 Jahre und älter.

Günther fordert sozialen Wohnungsbau zu fördern.

Diese Schwierigkeiten sind nicht neu und die Stadt Bonn ist schon dabei entsprechende Konzepte zu entwickeln. Allerdings sehen wir als Immobilienexperten die Schwierigkeit in der sehr schlechten Rechtsposition des Vermieters. Aus der eigenen Praxis der Immobilienbewirtschaftung kennen wir zudem den Trend, dass Mieter anspruchsvoller werden und in vielen Fällen, die Vorteile der mieterfreundlichen Rechtsposition voll ausschöpfen wollen. Die Mietervereine und Mieterschutzbundorganisationen bestärken die Mieter in ihren Forderungen. In vielen Fällen muss der Vermieter sehr viel Zeit aufwenden, um solche Vorgänge zu bearbeiten, die eigentlich unter „vernünftigen Vertragspartners“ gar nicht auftreten dürften.

Durch die Einführung der Spekulationssteuer ist weiterhin die zuvor häufig praktizierte Methode vorhandenes Know-How und Kapital in Immobilien zu investieren, die ursprünglich wirtschaftlich nicht optimal ausgenutzt waren, für viele „Player“ völlig unattraktiv geworden. Es ist unbekannt, wie viele, insbesondere kleinere Projekte nicht durchgeführt werden.

Nach unserer Einschätzung ist an der beschriebenen Wohnungsnot eher die bundesdeutsche Steuerpolitik schuld, nicht so sehr die Kommunalpolitiker.