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Wo steigen die Mieten am meisten?

gelesen in „Immobilien & bewerten 3/2012“

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumordnung legt den Wohnungs- und Immobilienmarktbericht 2011 vor.

Der bundesdeutsche Markt wird als robust und sehr vielfältig bezeichnet. Seit 2010 sind Zuwächse bei Mieten, Kaufpreisen, Transaktionen, Baugenehmigungen und Fertigstellungen zu verzeichnen.

Die schon länger beobachtete, regionale Spaltung setzt sich fort. In den schon teuren Gemeinden steigen Mieten und Kaufpreise auch weiter am stärksten, besonders in Frankfurt, München, Hamburg. Engpässe im Niedrigpreissegment sind in den Metropolen schon deutlich spürbar. In großen Teilen Ostdeutschlands und dem Ruhrgebiet aber auch in Teilen von Nord- und Ostbayerns sowie Niedersachsens stagnieren die Mieten. Es wird von erhöhtem Risiko gesprochen, hinsichtlich Sanierungsstau mangels finanzieller Rücklagen oder Rentabilität.

Die höchste Steigerungsrate mit mehr als 12 % von 2005 bis 2012 (also rd. 1,7 % p.a.) wurde gemessen in Trier, Weiden, Hamburg, Emden, Landshut, Flensburg und Bayreuth. In der gleichen Zeit haben sich die Mieten um 5 % reduziert in Landkreisen der Oberpfalz, Oberhavel, Rhön-Grabfeld, Altenkirchen sowie in Suhl.

Bis 2025 erwartet die BBSR eine leichte Steigerung der Wohnungsnachfrage um rd. 6% (also 183.000 Wohnungen jährlich). Diese Nachfrage konzentriert sich vor allem auf die ohnehin schon gut dastehenden „Wachstumsinseln“.