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Nachfrage nach offenen Immobilienfonds steigt

Die Stiftung Warentest Finanztest berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe 5/2013 von einer zunehmenden Nachfrage für offene Immobilienfonds.

Nachdem in den letzten Jahren fast alle Fons Schwierigkeiten hatten, weil viele Anleger ihre Anteile verkauft hatten und viele Fonds „abgewickelt“ werden müssen, da die Liquidität nicht vorhanden ist, wurde zuletzt eine steigende Nachfrage gemessen.

Im Januar wurden insgesamt 1 Mrd. € investiert dagegen wurden im Vorjahr (2012) insgesamt nur 600 Mio. € angelegt.

Durchschnittlich haben die Fonds in den vergangenen 5 Jahren zwischen 2,2 und 3,6 Prozent Rendite erwirtschaftet.

Die zuletzt stattgefundene Kapitalabwanderung, und die damit verbundenen Kursverluste, sind nunmehr durch neue Gesetzgebungen beschränkt. Anleger können pro Kalenderjahr max. 30.000 € Anteile zurückgeben. Darüber hinaus muss eine Kündigungsfrist von mindestens 12 Monaten eingehalten werden.

Die Bundesregierung plant die Gesetzgebung noch weiter zu verschärfen. Diskutiert wird eine Mindesthaltedauer von 2 Jahren, außerdem sollten Fondsanteile in Zukunft nicht mehr täglich sondern lediglich 4 mal jährlich erworben werden können.

Solide Mieteinnahmen verschaffen den Fonds vergleichsweise attraktive Renditen. Der Spitzenreiter „Grundbesitz Europa“ schafft 3,6% p.a. über die letzten 4 Jahre. Dagegen haben Anleger von Morgan Stanley P2Value durchschnittlich 13,7 % p.a. verloren.

Mietausfälle in Spanien wurden durch gute Erträge in Skandinavien ausgeglichen. Die Fonds ziehen sich aus den Märkten in Spanien und Italien zurück. Dagegen nehmen die Investitionen in Deutschland zu.

Durchschnittlich machen die Handels- und Gastronomieflächen 20 % aus, Bürogebäude 60%, weniger als 5 % entfallen auf Industrieobjekte.

„Wir würden gerne mehr kaufen“ sagt Esteban de Lope von DEKA-Immobilienglobal. Über 30 % flüssige Mittel verfügt sein Fond findet jedoch keine geeigneten Objekte. Es konzentriert sich alles auf zentrumsnahe Immobilien, Peripherielagen sind dagegen wenig begehrt.