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Mieten mit bis zu 13,87 €/m² in Bonn 42% teurer als im NRW-Schnitt

Wie aus einem Artikel des General-Anzeigers vom 30.08.2013 hervorgeht, der sich auf den aktuellen Wohnungsmarktreport der LEG (Landesentwicklungsgesellschaft) bezieht, sind die Mieten in Bonn und der Region im vergangenen Jahr (April 2012-März 2013) deutlich gestiegen.

In Bonn stieg die durchschnittliche Angebotsmiete um +8,2 % auf auf 8,63 Euro kalt pro qm.

Im unteren Preis-Segment stiegen die Mieten um über 20 Prozent auf im Schnitt sechs Euro/qm.  Diese Wohnungen wurden hauptsächlich in Duisdorf, Lengsdorf, Lessenich/Meßdorf, Brüser Berg, Auerberg und Tannenbusch vermietet.

Ein ähnlich hoher Anstieg der Preise mit einem Plus von 15,8 Prozent auf durchschnittlich 13,87 Euro ist auch im oberen Segment zu beobachten. Spitzenreiter hierbei sind Wohnungen in der Innenstadt, Poppelsdorf und Kessenich.

Der LEG-Vorstandschef Thomas Hegel prognostiziert, dass die Mieten in den kommenden Jahren zwar noch steigen werden, jedoch nicht mehr ganz so extrem wie zuletzt. Grund für den weiteren Anstieg sind ein hoher Zuzug, gerade von Studenten, und das knappe Angebot, da die Leerstandsquote  in Bonn derzeit bei 1,4 Prozent liegt (der Landes- bzw. Bundesdurchschnitt ist 3,4 %).

Auch im Rhein-Sieg-Kreis wirkt sich der Boom in Bonn aus. Bei Neuvermietungen stieg die durchschnittliche Angebotsmiete  um + 4 Prozent auf 6,71 Euro. Das durchschnittliche Angebotsniveau liegt damit rd 10 % über dem NRW-Schnitt.

Am günstigsten wohnt es sich im Rhein-Sieg-Kreis in Windeck, Eitorf und Ruppichteroth mit durchschnittlichen Mieten von fünf bis 5,51 Euro pro qm². Tiefer in die Tasche greifen müssen Mieter in Bad Honnef, Alfter und Siegburg, den derzeit teuersten Orten im Vergleich der Mieten im Rhein-Sieg-Kreis. Hier kostet der Quadratmeter zwischen 7,01 und 7,14 Euro.

Zu berücksichtigen sei, dass 90 % der Wohnungen nicht zur Neuvermietung angeboten werden. Über alle Wohnungen sei eine Steigerung der Durchschnittsmiete von +2% realistisch.

Zusätzlich ist ein Zuwachs der Nebenkosten von 3,00 auf 3,07 €/qm (+2,3 Prozent) zu verzeichnen.

Es lässt sich also zusammenfassen, dass ein Mieter, der seine Wohnung wechseln möchte, mit deutlich höheren Mieten rechnen muss. Die sehr geringen Mieten in den weniger gefragten Stadtteilen Bonn´s konnten zuletzt bei Neuvermietungen stark aufholen. In den ohnehin schon stark nachgefragten Lagen, steigen die Angebotsmieten weiter nachhaltig. Aber auch, wenn in seiner Wohnung bleibt muss mit einer Teuereungsrate knapp über 2 % rechnen, auch weil die Nebenkosten steigen.